Welche politischen Vorstellungen hat der Vollblutjurist aus Kempten im Allgäu? Warum wirft der von den FREIEN WÄHLERN als vermeintlicher Außenseiter am 20. Juli nominierte Hold seinen Hut in den Ring zur Wahl des Bundespräsidenten?

Nürnberg. 24.09.2016

Antwort auf diese und weitere Fragen gab Alexander Hold auf dem Bundesparteitag der Bundesvereinigung der FREIEN WÄHLER Ende September in der Nürnberger Meistersingerhalle. Immer wieder aufkommende Beifallsstürme während seiner rund 25-minütigen Rede sowie tosender Applaus am Ende können als Beleg gelten, dass er den Nerv der 186 Delegierten aus ganz Deutschland getroffen hat. „Auf Bundesebene können wir FREIEN WÄHLER schon jetzt mitgestalten, denn wir stellen zehn Wahlmänner in der Bundesversammlung, die am 12. Februar 2017 im Berliner Reichstagsgebäude zusammen treten wird, um den 16. Bundespräsidenten zu wählen“, sagte Gregor Voht. Der Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein und einer von vier stellvertretenden Bundesvorsitzenden moderierte sicher und eloquent den Parteitag in der fränkischen Metropole, auf dem sich Alexander Hold vorstellte. „Ob ich es mir vorstellen könne, für die FREIEN WÄHLER für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren, wurde ich vor wenigen Monaten vom Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger gefragt“, erinnerte sich Hold eingangs seiner Ausführungen. Schon oftmals zuvor hatte sich Hold, der seit 2008 für die FREIEN WÄHLER im Stadtrat von Kempten, seit 2014 gar als Fraktionsvorsitzender, Kommunalpolitik macht und seit 2013 als Bezirksrat im Bezirkstag Schwaben aktiv ist, mit Hubert Aiwanger über rechts- und sicherheitspolitische Themen besprochen und dabei weitgehende inhaltliche Übereinstimmung bemerkt. Ganz nebenbei wuchsen Respekt vor- und Sympathie füreinander. Hubert Aiwanger lobte denn auch den unabhängigen, sachbezogenen und bürgernahen Politikstil des Kandidaten. „Viele Bürger haben das Vertrauen in die Politik verloren und fühlen sich von der Parteienpolitik weder verstanden noch vertreten. Wir müssen das Vertrauen dieser Menschen wieder zurückgewinnen“, umriss Hold das Thema, das ihm am meisten unter den Nägeln brennt. Dagegen hätten Menschen im lokalen Bereich noch Vertrauen in die Kommunalpolitik. Aufgrund seiner Biographie und seines politischen Wirkens sieht Hold darin eine große Chance. „Während meiner zwölf Jahre Tätigkeit in der Justiz und 15 Jahre als TV-Richter habe ich viel Zustimmung erfahren, weil ich die Menschen ernst nehme, mich auf ihre Probleme einlasse und verständlich erkläre, warum ich wie entscheide“, umschrieb Hold sein Potential. Außerdem sehe er eine gute Gelegenheit, dass das Vertrauen der Wähler in die Erfahrungen und Kompetenzen der FREIEN WÄHLER in der Kommunalpolitik auch auf die Länder und den Bund übertragbar sei und helfen könne, die Zukunftsaufgaben mit Vernunft zu lösen. „Wenn es mir im Justizsaal und im Fernsehen gelungen ist, das Vertrauen in die Justiz wieder zu beleben, wieso sollte mir als Bundespräsident nicht auch ähnliches in der Politik gelingen?“, blickte Hold zuversichtlich nach vorne. „Auch wenn wir gesicherte Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit haben, fühlen sich viele in diesem Staat nicht mehr wohl und wenden sich ab, vor allem, wenn ihnen mit glatten Parolen vorgegaukelt wird, dass die Lösungen unserer Zukunftsaufgaben ganz einfach“, erkannte Hold. Auch deswegen täte Deutschland ein Präsident gut, der den Bürgern helfe, wieder Vertrauen zu schaffen. „Europa braucht überzeuge Europäer für große Aufgaben. Wir müssen alles dafür tun, dass die europäische Idee wieder belebt und dass die Europäische Union wieder gestärkt wird“, lenkte Hold seinen Blick über die Landesgrenzen und forderte eine Stärkung der europäischen Struktur sowie eine Diskussion über die Vereinigten Staaten von Europa. Wichtig sei es außerdem, regionale Identitäten zu fördern. Eine Abkehr vom deutschen Regulierungswahn forderte Hold, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weg in die globalisierte Welt zu fördern. Nicht zuletzt, weil eine funktionierende Demokratie wählbare Alternativen brauche und die FREIEN WÄHLER über die Parteigrenzen hinweg eine vernünftige Wahlmöglichkeit bieten wollen, sei er angetreten, auch als Bundespräsident bürgernahe Politik zu machen, die die Sachthemen in den Vordergrund stelle. „Ebenso wie der Fußballpokal unterliege die Wahl in der Bundesversammlung eigenen Gesetzen“, blickte Alexander Hold zuversichtlich nach vorne.