Liebe Mitglieder und Freunde der Freien Wähler,

was für ein Jahr, welche emotional geladenen Monate, die da hinter uns liegen. Alle zwölf werden sie bestimmt, falls nicht schon geschehen, bald auf diversen Kanälen in Form von Bildern und Interviews über die Bildschirme in unsere Wohnzimmer flimmern. Zurück zu blicken, mal für kurze Zeit innezuhalten und zu sinnieren, was so passiert ist, ist auch wirklich eine schöne Sache. 2014 war zweifelsohne ein bewegendes Jahr.

Viele Großereignisse der deutschen Geschichte haben hatten in 2014 Jubiläum. Unendlich Traurig: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. Erfreulich: Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer und Deutschland wurde wieder vereint. Der geburtenstärkste Jahrgang der Deutschen feierte dieses Jahr die Fünfzig. Und wir alle (bis auf wenige Nicht-Fußball-Fans) feierten die Deutsche National-mannschaft in einem wettertechnisch eher mäßigen Sommer als grandiose Weltmeister. Alles Begebenheiten, die der Einzelne von uns nicht in der Hand hatte.

Bis auf Bürgermeisterwahlen war Hessen in diesem Jahr wahlfrei. Ich danke allen Kandidatinnen und Kandidaten die dabei die Farben der Freien Wähler vertreten haben. Und ich danke Frau Ulrike Müller, die es bei der Europawahl ins Parlament geschafft hat und seit dem die Freien Wähler in Brüssel repräsentiert.

Auch im Jahr 2014 wurde die Arbeit in den politischen Gremien der Kommunen durch Entscheidungen in Berlin und Wiesbaden ent-scheidend geprägt. Stellvertretend für den bunten Strauß wichtiger Sachthemen sei hier an die Diskussionen zur Grundsteuer erinnert.

Mindestens ebenso wichtig, von den politischen Entscheidungs-trägern jedoch leider genauso fehlerhaft umgesetzt, sind sämtliche Bereiche rund um die Hilfe und Unterstützung für Menschen die bei uns Asyl suchen. Landkreise, Städte und Gemeinden sind damit weitestgehend alleine gelassen und ohne das Engagement der vielen freiwilligen Helfer sähe es wirklich düster für die Menschen aus, die Ihre Heimat verloren haben und eine neue suchen. „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen und die anderen Mauern“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Lassen Sie uns deshalb auch im Jahr 2015 Windmühlen bauen, damit wir bei den vor uns liegenden Veränderungen mitwirken können!

Herzlichen Dank sage ich allen, die sich in den vergangenen 12 Monaten ehrenamtlich für ihre Kommune und die dort lebenden Menschen engagiert haben. Mein besonderer Dank gilt allen Mandatsträgern im Landeswohlfahrtsverband, in den Kreistagen, in den Stadtverordnetenversammlungen, in den Magistraten, in den Gemeindevertretungen, in den Gemeindevorständen und in den Ortsbeiräten. Ich danke allen Funktionsträgern in den Kreis-, Stadt- und Ortsverbänden. Im Namen des Vorstandes danke ich Christel Jockel und Thomas Franke für die Arbeit in der Geschäftsstelle.
Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein besinnliches Weihnachts-fest und einen guten Rutsch in ein friedvolles neues Jahr.

Mit weihnachtlichen Grüßen

Ihr

Walter Öhlenschläger