Breitband und Kitas

Wichtig sei es aber auch, auf kommunaler Ebene anzusetzen, kommunale Themen wie Breitband oder Kindertageststätten-Gebühren zu erörtern und anzugehen. Daher hat Nachtigall in vielen kommunalen Bereichen mitgearbeitet. Er bemerkte dabei, dass teilweise wenig Akzeptanz und Bereitschaft bei älteren Kommunalpolitikern für die Ideen der Jüngeren da ist. „Manchen Leuten fällt es auch schwer, Verantwortung abzugeben“, sagte er weiter. Daher ist ihm die Unterstützung der Arbeit junger Nachwuchspolitiker besonders wichtig.

Nachtigall berichtet weiter von offenen Treffen der JFW, bei denen jeder reinschnuppern kann und zu denen junge Menschen dann aus allen Teilen Hessens angereist kommen, um sich offen über anliegende Probleme zu unterhalten. Da es sich bei den JFW um Menschen zwischen 16 und 35 Jahren handelt, liegt ihnen beispielsweise das Thema Kita-Gebühren besonders am Herzen. „Hier haben die Freien Wähler das Volksbegehren ‚Gebührenfreie Kita-Plätze in ganz Hessen‘ auf den Weg gebracht,“ fuhr Nachtigall fort. Dazu werden Unterschriften gesammelt, 87 000 müssen es werden, dann wird es zur Volksabstimmung kommen. Informationen dazu findet man in Internet unter www.kitafrei.de.

Wichtig ist es Nachtigall, die jüngeren Bürger anzusprechen und daher geht er besondere Wege, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Auf der Internetseite www.jfw-hessen.eu gibt es Informationen über die JFW-Kampagne zur Nachwuchsmotivierung. Es wurden zum Beispiel besondere Karten gedruckt, auf denen junge Mitglieder sagen, warum sie sich selbst engagieren und dies wichtig ist.

Diese Karten-Botschaften werden außerdem auch im Internet und Facebook unter #seies verteilt und sollen einen Denkanstoß geben und neugierig machen auf die Arbeit der JFW in Hessen, erläutert Nachtigall. Auch über den Tellerrand hinaus schauen ist wichtig: „In schweren Zeiten einen demokratischen Impuls setzen“ - so lautet die Überschrift über einen JFW-Bericht von einem Zusammentreffen europäischer Jugendorganisationen in Brüssel im Dezember, an dem auch Vertreter der JFW teilnahmen.

Hierbei wurden Ideen entwickelt zu Themenschwerpunkten der EU, so zur Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der Gemeinschaft. Es wurde unter anderem über die Diskriminierung unerfahrener Arbeitnehmer gesprochen. Aber auch über das Weltklima wurde beraten, Konflikte wie der in der Ukraine, in Syrien und die Flüchtlingsproblematik wurden thematisiert – und das alles mit jungen Teilnehmern aus 28 europäischen Staaten, die viele verschiedene Meinungen und Erfahrungen einbrachten.

„Der Start in ein politisches Amt ist nicht leicht“, sagt Nachtigall, denn mit zunehmendem Alter ist manch ein Politiker in Amt und Würden nicht mehr so offen für neue Herangehensweisen und neue Ideen. Das kann durchaus ein Grund sein, warum es junge Menschen so schwer haben, in der Politik Fuß zu fassen, warum sie sich nach einigen vergeblichen Versuchen, Gehör zu finden und Einfluss zu nehmen, frustriert zurückziehen. Dagegen wollen die JFW in Hessen unter der Führung des Rabenauers Christoph Nachtigall verstärkt Plattformen anbieten, den politischen Austausch fördern und Mut machen, sich politisch einzumischen.

Aus der jüngsten Sitzung im Dezember haben die Jungen Freien Wähler (JFW) als Schwerpunkt das Thema Bildung aufgegriffen. Dieser Punkt soll aus ihrer Sicht mit ihren Vorstellungen von richtiger Bildungspolitik in die politische Diskussion eingebracht werden. Für die nächste Sitzung am 16. Januar um 18 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Freien Wähler, Friedrichstraße 14 in Gießen konnte die hessische Landesschülervertretung (LSV) gewonnen werden: Mitglieder der LSV kommen zu einem bildungspolitischen Erfahrungsaustausch. „Bei uns ist der Name Programm. Da darf jeder ,frei‘ mitdiskutieren. Daher würden wir uns freuen, möglichst viele junge Menschen zum Austausch und zum Diskutieren dabei zu haben“, so Christoph Nachtigall.